GÖTTINGEN,
19. 11. 04. Das
erste Bioenergie-Stadion der Welt soll in Göttingen
entstehen. Die nobelvolt-Arena wird den Namen des
Hauptsponsors tragen. Dr. Bubi Kasslack und Guti Dornfeldt
vom Vorstand des Edelenergie-Unternehmens erklärten:
"Die Bioenergie-Arena ist ein Musterbeispiel für die
Nutzung von Zuschauermasse und die dezentrale Versorgung
mit erneuerbaren Energien."
Ziel
des Vorhabens ist die beispielhafte Demonstration einer
weitgehenden Umstellung der Wärme- und Stromversorgung des
Stadions auf Basis von Bio-, oder genauer Zuschauermasse.
Eine Anlage mit Blockheizkraftwerk und eigenem Körperwärmenetz
sind nach dem Prinzip des Kaskadengenerators vorgesehen.
Als Brennstoff bzw. Biogassubstrat dienen Körperwärme,
Bewegungsenergie und Individual-Abluft.
Die
ursprüngliche Sportstätte wurde im Süden
der Universitätsstadt Göttingen in den 70er Jahren
erbaut. Im Jahnstadion trug die Fußballmannschaft
von Göttingen 05 bis 2002 ihre Heimspiele aus. Dann
wurde der zuletzt nur noch fünftklassig spielende schwarz-gelbe
Traditionsclub wegen Insolvenz aufgelöst. In der neuen
nobelvolt-Arena sollen hingegen verstärkt Kulturveranstaltungen
stattfinden. Geplant ist für bereits nächstes
Jahr das Theaterspektakel "Der nackte Neid".
Die
Idee zum Öko-Stadion basiert auch auf einem Demonstrationsvorhaben
des Bundesverbraucherministeriums. Ministerin Renate Künast
startete heute mit dem ersten Spatenstich die Bauvorhaben
für das sogenannte "Bioenergiedorf Jühnde". Das Modell gebe
der Landwirtschaft und den ländlichen Räumen eine langfristige
Perspektive, so die Ministerin.
Eines
ist dem Ministerium und nobelvolt gleichermaßen klar:
"Die nachwachsenden Rohstoffe sind das Öl des 21. Jahrhunderts.
Eine moderne Quelle für Innovation", so Künast, Kasslack
und Dornfeldt übereinstimmend.
Das
erste Bild der Arena: hier
Linktipps:
-
Bundesverbraucherministerium
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Bioenergiedorf
Jühnde